Ausstellung

„Various Others Festival“ auch bei Apple

Ausstellung·12. Mai 2026·Grünwald · Susanne Päch

Drei klassische Animations-Programme von Franke aus den Jahren 1982/83.

Eröffnung der Art Week Munich an zahlreichen Standorten Münchens

Festival Various Others (VO)
14.–24. Mai 2026
Neben vielen anderen zwei Standorte mit Werken von Franke: Apples European Silicon Design und ERES-Stiftung.
Guided Tours des Veranstalters mit Stiftungs-Beteiligung
Mittwoch, 20. Mai, 17–19 Uhr · Freitag, 22. Mai, 17–19 Uhr · Sonntag, 24. Mai, 15–17 Uhr

Various Others, kurz VO, seit 2017 ein jährlich wiederkehrendes internationales Festival für zeitgenössische Kunst, schließt in diesem Jahr auch Technologie-Standorte ein, darunter Apple.

Apple-II-Programm von Herbert W. Franke
Animationsprogramm von Herbert W. Franke auf dem Apple II (1982/83) · rekonstruiert

Gastgebender VO-Ausstellungsort im Herzen Münchens ist Apples europäisches Zentrum für Siliziumdesign in der Karlstraße. Was liegt da näher, als hier einen Pionier der generativen Kunst zu zeigen, der mit theoretischen Schriften, aber auch mit seinen Werken auf dem ikonischen apple II die generative Kunst von heute maßgeblich mitgestaltete. Die Animation ZENTRUM läuft auf einem historischen apple IIe, der im Besitz der Stiftung Herbert W. Franke ist. Zwei weitere Programme sind als „Simulationen“ in einem Videomitschnitt zu sehen, ebenfalls auf einem Röhrenmonitor ausgegeben.

Den Spannungsbogen von Alt und Neu präsentiert die Kuratorin Margit Rosen. Sie stellt den über 40 Jahre alten Programmen von Franke zeitgenössische Werke des Künstlers Harm van den Dorpel gegenüber:

„Während Franke die Schönheit der Mathematik zu zeigen suchte, interessiert van den Dorpel der Moment, in dem ein System an seine Grenze stößt. Beide setzen auf Regelwerke – und auf den Moment, in dem aus Berechnung etwas entsteht, das sich der Kontrolle entzieht.“Margit Rosen, Kuratorin
»Zentrum«, 1982/83 · Applesoft BASIC, Apple II
»Pierrot«, 1982/83 · Applesoft BASIC, Apple II
»Gitter«, 1983 · Applesoft BASIC, Apple II

Die historische Präsentation Frankes wurde durch die Rekonstruktion der Programme von Prof. Horst Oberquelle und Marton Juarez aus dem Computer Museum Hamburg sowie durch die Hardware-Unterstützung des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. und des ZKM Karlsruhe möglich. Die Stiftung bedankt sich herzlich, dass durch die Vintage-Community das alte Setting von Hardware und Frankes Programmen für die Ausstellung flott gemacht werden konnte.

Auch an anderer Stelle des Festivals sind Werke von Franke zu sehen. Drei seiner frühen Oszillogramme aus der Serie Tanz der Elektronen werden in der Ausstellung Seeing the Unseen. Quantum physics and art as entangled worlds bei der ERES-Stiftung gezeigt, die ebenfalls zum Kunst-Verbund von Various Others gehört. Die Bilder der Serie Tanz der Elektronen entstanden in den 1950er-Jahren mit einem Analogrechner, der – ähnlich wie moderne Quantencomputer – physikalische Modellierung nutzt. Herbert W. Franke verrechnete damit elektrische Signale zu komplexen Schwingungen und hielt deren Visualisierungen fotografisch als Standbilder fest.

ERES-StiftungHerbert W. FrankeStiftung Herbert W. FrankeSusanne PächTanz der ElektronenVarious OthersVintage Computing

Über die Stiftung

Die Stiftung art meets science — Herbert W. Franke (1927–2022) bewahrt und vermittelt das Werk des Physikers, Höhlenforschers, Science-Fiction-Autors und Computerkunst-Pioniers und führt seinen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst fort.

Pressekontakt & Verfasserin: Susanne Päch · Bavariafilmplatz 3, 82031 Grünwald · 0171 6004422 · mail@mce-gmbh.de

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