Summit 2024

Generative Art Summit Berlin

Ein generationenübergreifender Dialog über die Geschichte der generativen Kunst — von den fotografischen und elektronischen Experimenten der 1950er Jahre bis zu KI und Blockchain.

3.–6. Juli 2024
Akademie der Künste, Berlin · Hanseatenweg
Internationale Konferenz mit Abendprogramm & Tagesexkursion
Partner: ZKM | Karlsruhe

Die Stiftung art meets science — Herbert W. Franke war stolz, den weltweit ersten Generative Art Summit auszurichten: eine zweitägige Konferenz (3. & 4. Juli) über die Geschichte der generativen Kunst, ergänzt durch Filmnacht und SF-Performance.

Im Geiste von Herbert W. Franke (1927–2022) — einer Schlüsselfigur an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und Wegbereiter der Computerkunst — lud die Stiftung führende Pioniere von der frühen generativen Kunst bis zur künstlichen Intelligenz ein. Der Ausgangspunkt des Gesprächs über Künstler, die mit Technologie arbeiten, war Frankes Serie Oszillogramme von 1954, realisiert mit einem Analogrechner, den ihm ein Studienfreund baute.

Der Summit versammelte über fünfzig geladene Ehrengäste — darunter Pioniere der generativen Fotografie wie Gottfried Jäger und der Computerkunst des 20. Jahrhunderts wie Frieder Nake, Larry Cuba und Christa Sommerer, dazu Museumsvertreter, Kuratoren und Forscher wie Wulf Herzogenrath, Margit Rosen und Grant Taylor sowie Anne und Michael Spalter, die mit über 1000 Werken die weltweit umfangreichste Privatsammlung früher Computerkunst aufgebaut haben.

Akademie der Künste, Berlin · Bildplatzhalter

Tag 1 · 3. JuliHall of Fame — die Pioniere des 20. Jahrhunderts

Der erste Konferenztag war den Pionieren gewidmet. Dr. Stefan Gronert (Sprengel Museum) stellte die Anfänge der 1950er mit generativen Fotografen wie Gottfried Jäger, Karl Martin Holzhäuser und Hein Gravenhorst vor. Pioniere der ersten Generation digitaler Computerkunst der 1960er und 1970er — Frieder Nake, A. Michael Noll (Videopräsentation), Joan Truckenbrod, Hans Dehlinger, Reiner Schneeberger u. a. — berichteten als Zeitzeugen. Anne und Michael Spalter schilderten den Aufbau ihrer Sammlung; Wulf Herzogenrath diskutierte mit Margit Rosen (ZKM) und Sabine Himmelsbach (HEK Basel), warum sich Museen mit generativer Kunst bis heute schwertun.

Tag 2 · 4. JuliFrom Algorithms to Artificial Intelligence

Der zweite Tag fokussierte hochaktuelle Themen — von Krypto-Kunst bis KI. Die zweite Generation digitaler Künstler (Christa Sommerer, Monika Fleischmann & Wolfgang Strauß, William Latham u. a.) präsentierte sich neben heutigen Pionieren wie Sasha Stiles, Mario Klingemann und Jonas Lund. Panels behandelten die Rolle von Blockchain-Plattformen, „Print & Plot statt Screen", die Brücke zwischen traditioneller und Tech-Kunst sowie Poesie und KI.

3. Juli · AbendFilmnacht — Best of Historic Computer Animation, präsentiert von Larry Cuba, mit Late-Night-Special „Yoichiro Kawaguchi's Intelligence of Life".
5. JuliTagesexkursion Wolfsburg — Institut Heidersberger & Vernissage „Code – Kunst – Konstruktionen. Zur Geschichte der generativen Kunst" (Sammlung Franke & Friends), Städtische Galerie Wolfsburg. (Geladene Gäste)
6. JuliSandfiction 4K: The Orchid Cage — SF-Performance nach Frankes Roman; Vorstellung der englischen Springer-Ausgabe von „The Orchid Cage" durch Dietmar Dath.

Sieben Jahrzehnte im Dialog

Der Summit verband sieben Jahrzehnte generativer Kunst — von den fotografischen und elektronischen Experimenten der 1950er bis zu aktuellen digitalen Projekten, die das Potenzial von KI und Blockchain ausloten. Inspirierender Ausgangspunkt blieb das wegweisende Werk Herbert W. Frankes, dessen Archiv seit 2017 am ZKM bewahrt und zugänglich gemacht wird.

„Gäste aus aller Welt berichten als Zeitzeugen aus vielen Jahrzehnten und geben einzigartige Einblicke in die Entwicklung der generativen Kunst."Alistair Hudson, ZKM Karlsruhe

Aus der Stiftung

Veranstaltet von der art meets science — Stiftung Herbert W. Franke in Partnerschaft mit dem ZKM | Karlsruhe und dem Institut Heidersberger.

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