Events
Events und Ausstellungen im Frühjahr
Herbert W. Franke in München, Japan und Berlin.
Pünktlich zum 99. Geburtstag von Herbert W. Franke am 14. Mai öffnet das internationale Festival Various Others in München seine Pforten. Weitere Events mit Beteiligung von Herbert W. Franke stehen an verschiedenen Orten an. Sie betreffen sowohl seine bildnerischen als auch vor allem seine literarischen Werke – auf dem Weg zu internationalen Veranstaltungen in diesem Jahr, ehe die Stiftung ihren Namensgeber im nächsten großen Geburtstagsjahr besonders feiern wird. Hier ein Überblick.

Various Others (VO)
Dynamische apple II-Programme in historischem Setting an zahlreichen Standorten in München. Various Others, kurz VO, seit 2017 ein jährlich wiederkehrendes internationales Festival für zeitgenössische Kunst, schließt in diesem Jahr auch Technologie-Standorte ein, darunter Apple. Gastgebender VO-Ausstellungsort im Herzen Münchens ist Apples europäisches Zentrum für Siliziumdesign in der Karlstraße. Was liegt da näher, als hier einen Pionier der generativen Kunst zu zeigen, der mit theoretischen Schriften, aber auch mit seinen Werken auf dem ikonischen apple II die generative Kunst von heute maßgeblich mitgestaltete.
Den Spannungsbogen von Alt und Neu präsentiert die Kuratorin Margit Rosen. Sie stellt den klassischen Programmen von Franke aus dem Jahr 1982 zeitgenössische Werke des Künstlers Harm van den Dorpel gegenüber: „Während Franke die Schönheit der Mathematik zu zeigen suchte, interessiert van den Dorpel der Moment, in dem ein System an seine Grenze stößt. Beide setzen auf Regelwerke – und auf den Moment, in dem aus Berechnung etwas entsteht, das sich der Kontrolle entzieht.“ Drei seiner frühen Oszillogramme aus der Serie Tanz der Elektronen sind zudem in der Ausstellung Seeing the Unseen bei der ERES-Stiftung zu sehen, die ebenfalls zum VO-Verbund gehört.
Fulldome Festival Fukuoka — Weltpremiere „A Leap into the Void“
Die Weltpremiere von A Leap into the Void findet am 19. Juli auf dem Fulldome Festival von Fukuoka in Japan statt. Im anschließenden Kongress der International Planetarium Society (IPS) berichtet Susanne Päch in einem Vortrag über diese und zwei weitere Produktionen mit einem SF-Zyklus von Stories, in denen sich Franke mit den großen Fragen der Menschheit auseinandersetzt: Gibt es einen Schöpfer – und hat die Entwicklung des Kosmos ein Ziel?
Festival der Zukunft — Fulldome CONTACT ATTEMPT
Im Rahmen der Familientage des Festival der Zukunft (2.–5. Juli) wird im Planetarium des Deutschen Museums eine 30-minütige Stiftungs-Produktion mit generativer Kunst aufgeführt – mit einem kurzen Talk zum Hintergrund. Die Produktion basiert auf dem internationalen Open Call CONTACT ATTEMPT, bei dem die Stiftung die weltweite Community der generativen Künstler eingeladen hatte, Werke beliebiger Formate anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten 1974 in den Weltraum gesendeten Botschaft für eine fremde Zivilisation einzureichen. Fünf Finalisten der 146 Teilnehmer aus aller Welt wurden für die Produktion ausgewählt. Zudem wird ein immersiv gestaltetes Gedicht von Sasha Stiles aus dem von der Stiftung kommissionierten Werk The Message gezeigt, das sie in Zusammenarbeit mit ihrer Künstlichen Intelligenz „Technelegy“ gestaltete.
Metropol Con Berlin — Multimedia-SF-Zyklus
Die Metropol Con Berlin 2026 ist das offizielle Jahrestreffen des Science Fiction Club Deutschland. In diesem Jahr ist die Veranstaltung zugleich Gastgeber der diesjährigen Eurocon der European Science Fiction Society, die Herbert W. Franke 2016 mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem Life Time Award, geehrt hat. Im stark multimedial ausgerichteten Programm ist der Stiftungs-Zyklus aus drei SF-Kurzgeschichten des Physikers in einer multimedialen Umsetzung zu sehen – hier nicht im Planetarium, sondern „konventionell“ auf der Kinoleinwand. Die Stiftung hat diesen Zyklus aus deutsch wie auch englisch gelesenen Geschichten in ganz unterschiedlicher Weise visualisiert.
Fulldome Festival Jena — Europäische Premiere „A Leap into the Void“
Die außergewöhnliche Produktion feiert auf dem Fulldome Festival in Jena ihre europäische Fulldome-Premiere im Planetarium. Mit seiner Gründung 2007 durch Micky Remann ist es das weltweit erste Fulldome Festival. In diesem Jahr wird in Jena besonders gefeiert: Das Planetarium am Standort der Firma Zeiss – Erfinderin dieser Technologie – begeht sein hundertjähriges Bestehen.
Über die Stiftung
Die Stiftung art meets science — Herbert W. Franke (1927–2022) bewahrt und vermittelt das Werk des Physikers, Höhlenforschers, Science-Fiction-Autors und Computerkunst-Pioniers und führt seinen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst fort.
Pressekontakt & Verfasserin: Susanne Päch · Bavariafilmplatz 3, 82031 Grünwald · 0171 6004422 · mail@mce-gmbh.de