Stiftung · Kunst & Wissenschaft · seit 1957

Herbert W. Franke — Wanderer zwischen Kunst und Wissenschaft

1927 – 2022. Höhlenforscher, Science-Fiction-Pionier und einer der ersten Künstler, die mit dem Computer rechneten statt malten. Die Stiftung art meets science bewahrt sein Werk und führt seinen Brückenschlag weiter.

Ein Leben — 1927 bis 2022

Herbert W. Franke als Kind
um 1930
Herbert W. Franke als junger Mann
um 1945
Herbert W. Franke in den 1950ern
um 1955
Herbert W. Franke in den 1960ern
um 1965
Herbert W. Franke in den 1970ern
um 1975
Herbert W. Franke in den 1980ern
um 1985
Herbert W. Franke in den 2000ern
um 2005
Herbert W. Franke im Alter
um 2020

Herbert W. Franke · 1927–2022

Physiker, Dichter, Bildermacher

Herbert W. Franke
Herbert W. Franke

Ein promovierter Physiker, der die Schönheit der Formel sah — und Werkzeuge der Wissenschaft zu Instrumenten der Kunst machte.

Schon in den 1950er-Jahren fotografierte Franke die Leuchtspuren von Oszilloskopen und schuf damit Bilder, die nicht gemalt, sondern errechnet waren. Aus dieser Idee — das Werk entsteht aus Verfahren und Parametern — wurde die generative Ästhetik, die er sein Leben lang verfolgte.

Als Höhlenforscher vermaß er das Verborgene, als Autor wurde er zu einer der prägenden Stimmen der deutschsprachigen Science-Fiction. Wissenschaft und Kunst waren für ihn nie Gegensätze, sondern zwei Wege, dasselbe Unbekannte zu erkunden.

„Auf die Idee kommt es an.“

  • 1927Geboren in Wien — Studium der Physik, Mathematik, Chemie und Philosophie.
  • 1950Promotion in theoretischer Physik.
  • 1959Ausstellung „Experimentelle Ästhetik“ — frühe Computer- und Apparatekunst.
  • 1961Science-Fiction-Roman „Der Orchideenkäfig“.
  • 1973Die Bildserie „Einstein Digital“ entsteht.
  • 1979Mitinitiator der Ars Electronica in Linz.
  • 2022Gestorben — sein Werk lebt in der Stiftung weiter.
KybernetikGenerative ÄsthetikGlatte Kurven Unbekannte WeltenMensch & MaschineWeltraumlyrik

Drei Leben in einem

Ein Grenzgänger, der Disziplinen verband

Franke glaubte nicht an die Trennung von Labor und Atelier. Er forschte, schrieb und gestaltete — und fand zwischen Mathematik und Ästhetik eine gemeinsame Sprache, lange bevor „digitale Kunst" einen Namen hatte.

01 / Untergrund

Höhlenforschung

Als Speläologe vermaß er das Verborgene und entwickelte Modelle, um die Schichten von Tropfsteinen zu lesen — Wissenschaft als Erkundung unbekannter Welten.

Speläologie · Mess­methoden

02 / Maschine

Computerkunst

Aus Oszilloskop-Kurven und Rechenmaschinen formte er Bilder. Pionier der generativen Ästhetik — die Idee, nicht der Pinsel, schuf das Werk.

Oszillogramme · Generativ

03 / Zukunft

Science-Fiction

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen SF-Autoren der Nachkriegszeit — Romane, Hörspiele und Weltraumlyrik, die Naturwissenschaft poetisch dachten.

Literatur · Astropoeticon

Werkgruppen & Serien

Bilder, die gerechnet wurden

Alle Werkgruppen

Oszilloskop, Analogrechner, später die Digitalmaschine — Franke begriff den Apparat als Werkzeug. Jedes Bild ist das sichtbare Ergebnis einer Idee, einer Formel, eines Prozesses.

Events & Summits

Das Erbe ist lebendig

Jubiläum

HWF 100 — die Community feiert den Visionär

Zum 100. Geburtstag würdigen Weggefährt:innen, Künstler:innen und Forschende sein Schaffen — mit Ausstellungen, Summits und neuen, immersiven Produktionen.

Zum Programm

Generative Art Summit

HWF goes AI

Frankes Ideen treffen auf künstliche Intelligenz: immersive Welten, die fortschreiben, was er in den 1950ern begann.

Mehr erfahren

Eine Spur durch die Zeit

Von der Kathodenröhre zur KI

1957
„Art and Construction"Erste theoretische Schriften zur Verbindung von Konstruktion und Kunst.
Theorie
1959
Experimentelle ÄsthetikAusstellung der frühen Oszillogramme — Computerkunst, bevor es den Begriff gab.
Ausstellung
1973
Einstein DigitalDie ikonische Bildserie entsteht aus algorithmischer Bildbearbeitung.
Werkserie
2007
art meets scienceHommagen und Ausstellungen zum 80. Geburtstag in Wien, Berlin, Bremen, Karlsruhe.
Hommage
2024
Generative Art Summit BerlinKonferenz, Filmnacht und Ausstellung — die generative Szene trifft sich.
Summit
2025
Herbert W. Franke LaborEröffnung an der Universität Innsbruck — Forschung an immersiven Produktionen.
Institution
Auf die Idee kommt es an.
Herbert W. Franke

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